Sommerakademie der Kulturstiftung Hohenmölsen

Die andere Art zu lehren und zu lernen !

Komplexe gesellschaftliche Sachverhalte können nur dann angemessen bearbeitet werden, wenn dazu entsprechend ausgebildete Fachleute vorhanden sind. Die dafür geforderte Inter- und Transdisziplinarität ist allerdings kein Ausbildungsfach an der Universitäten oder Hochschulen. Hier sind disziplinäre Spezialisierungen an der Tagesordnung. Der traditionelle akademische Ausbildungsbetrieb kann Disziplinen-übergreifende Lehrangebote aufgrund begrenzter Ressourcen kaum unterbreiten. Die Fähigkeit, über die eigenen Disziplingrenzen hinaus zu kommunizieren und dadurch Wissensgewinn zu erzielen, wird somit kaum trainiert. Es werden zwar fachspezifisch gut ausgebildete Absolventen nach erfolgreichem Studienabschluss in die gesellschaftliche Praxis entlassen. Hier treffen sie dann häufig auf Aufgabenstellungen, die neben ihrer fachlichen Exzellenz die Fähigkeit abverlangen, Problembeschreibungen und Lösungsangebote in einen komplexen gesellschaftlichen Zusammenhang einzuordnen. Darüber hinaus wird auch erwartet, dass diese Herausforderungen einem heterogenen und teilweise fachfremden Publikum vermittelt werden können. Doch dafür fehlen oft das erforderliche Instrumentarium und das notwendige Wissen.

Aus diesen Erfahrungen heraus wurde die "SOMAK - Universitäre Lehre und Forschung treffen auf Wirtschaft und kommunale Praxis" ins Leben gerufen.

Die Sommerakademie vermittelt nicht nur neue fachliche Kenntnisse, sondern vor allem auch wertvolle Erfahrungen bei der Lösungssuche und Umsetzung von Ideen. Im Unterschied zum traditionellen Lehrbetrieb an den Hochschulen ermöglicht sie den direkten Diskurs mit Kommunalpolitikern, Vertretern der Wirtschaft und Wissenschaft, Organisationen, Interessenverbänden zur problemorientierten Suche nach Lösungsangeboten. Die Behandlung konkreter Probleme erfolgte in Teamarbeit auf freiwilliger und selbstbestimmter Basis. Es wird so die Erfahrung vermittelt, wie eine Vielfalt von Individuen und Disziplinen ohne Identitätsverlust zur Zusammenarbeit finden kann, die alle Beteiligten bereichert und zu neuartigen Formen der Wissensgenerierung und -vermittlung führt.

Durchweg haben bisher alle Beteiligte die besondere Atmosphäre und die etwas andere Art zu lernen wertgeschätzt. Das Organisationsteam (die MACHER) haben ebenfalls viel hinzugelernt und erfahren.

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